Ergebnisse der 10. Landesverbandstagung der MNU - Sachsen 2000 in Wurzen
"Auf dem Weg zum zeitgemäßen mathematisch - naturwissenschaftlichen Unterricht in Sachsen"

Frank Petermann, Eduard-Bilz-Str. 27, 01445 Radebeul
Deutscher Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts e. V.
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Herrn Staatsminister Dr. Rößler
Postfach 100910
01976 Dresden
Landesverband Sachsen
Vorsitzender

Radebeul, am 17. 2. 2001

Landesverbandstagung zur Problematik neuer Lehrpläne

Sehr geehrter Herr Staatsminister Dr. Rößler,
der Landesverband Sachsen des Deutschen Vereins zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts e.V. führte am 11. 11. 2000 in Wurzen seine Landesverbandstagung durch, zu der die Lehrer und Fachberater Sachsens der Fächer Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik, Vertreter aus der Wirtschaft (AMD Dresden) der Universitäten und des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus eingeladen worden waren. Einziges Thema dieses Tages waren die Lehrpläne der mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächer im Haupt- und Realschulbildungsgang der sächsischen Mittelschule und im sächsischen Gymnasium.

Unter der Federführung von

wurden die Ergebnisse aus dem mehrstündigen Podiumsgespräch und den sehr konzentriert arbeitenden Fachkonferenzen zusammengefasst, in den Wochen danach von den Teilnehmern überarbeitet und schließlich in die vorliegende Form gebracht. Wir gehen deshalb davon aus, dass das vorliegende Papier Fazit der Meinungsbildung der in Sachsen mit Schule befassten Fachleute ist.

Es ergeben sich eine Reihe von Punkten, die unabhängig vom Fach, bedeutsam für die Forderung nach einer neuen Lehrplangeneration in Sachsen sind:

Damit Sie sich ein eigenständiges Urteil über die von der sächsischen MNU formulierten Vorschläge für die Erarbeitung neuer Lehrpläne machen können, übergeben wir Ihnen diese in der Anlage und bitten um Beachtung. Die Mitglieder des Deutschen Vereins zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts e.V. erklären sich ausdrücklich bereit, bei zukünftiger Lehrplanarbeit maßgebend und verantwortungstragend mitzuarbeiten. Dabei bringen sie langjährige Erfahrung, Überblick über Lehrplanarbeit und -inhalte in den anderen Bundesländern, Praxisbezug und Akzeptanz bei Fachkollegen, Schulpolitikern, Lehrerbildnern und Lehrbuchverlegern ein.

Ganz besonders möchten wir auf die folgenden Schwerpunkte hinweisen:

  1. Die Lehrpläne von 1992, an denen auch schon maßgeblich MNU - Mitglieder mitarbeiteten, haben sich bewährt, aber auch vor allem in konzeptioneller Hinsicht überholt.
     
  2. Der Versuch einer Gruppe von Schulleitern der Gymnasien, inhaltliche Wichtungen vorzuschlagen ist anzuerkennen, kann aber nur die schlimmsten Probleme oberflächlich korrigieren.
     
  3. Eine neue Generation von Lehrplänen ist dringend und baldmöglichst aufzulegen.
     
  4. Die Erarbeitung der neuen Konzeption braucht Zeit, muss vom Bildungs- und Erziehungsauftrag der allgemeinbildenden Schule abgeleitet sein, neueste Erkenntnisse nationaler und Internationaler Untersuchungen einbeziehen und die Mitarbeit von Schulpraktikern und Didaktikern ebenso organisieren wie die Federführung der Schulpolitik.

Wir sind davon überzeugt, dass Sie, Herr Staatsminister Dr. Rößler, unsere Vorschläge, Gedanken und Grundforderungen mit Interesse zur Kenntnis nehmen werden. Der Vorstand des Landesverbandes Sachsen ist gern bereit, mit Ihnen persönlich das Gespräch über Wege zu neuen Lehrplänen zu führen.

Mit freundlichem Gruß
Frank Petermann
Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen


Anlagen: Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen


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Letzte Änderung am 06.03.2001
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