Eine fast kriminelle Geschichte
|
Im Februar 1997 befand ich mich zu einer Autorenlesung in Leipzig. Eine der Fragen, die mir Manfred stellte, war, was ich von der Verfilmung meiner Erzählung "Das geheimnisvolle grüne Kästchen" hielte. Das war der Moment, da ich zum ersten Male erfuhr, dass diese kurze und sicher nicht sehr gute frühe Erzählung verfilmt worden war. In Solar-X 84 hatte es eine kurze Rezension gegeben (http://www.deutsche-sf.de/sxe/sx084/8413.html), nicht sehr schmeichelhaft, aber sicherlich wahr. Die Aufführung war nicht mehr zu verhindern gewesen, Geld hat sie mir nicht eingebracht. Jedenfalls und habe ich Rechte an diesem Film, aber niemand hat Geld, sie mir zu bezahlen. Herr Post, der Filmer, schrieb mir im März 1997: Sehr geehrte(r) Herr Petermann, hiermit nun, wie versprochen, das Video von unserer und sicher auch Ihrer Filmtrilogie "Das grüne Kästchen". Wie es zu diesem Film gekommen ist haben wir ja schon am Telefon geklärt, weiterhin bleibt mir nur zu sagen, daß dieses Werk zu unserer Übung entstanden ist und wir uns, als Verein, damit präsentieren wollen, um unsere Möglichkeiten ein bißchen darzustellen. Ich hoffe dies gelingt uns damit. Unser nächstes Projekt sind nun erst einmal Kurzfilme zu allen möglichen aktuellen Themen, die im Raum Halle und Sachsen-Anhalt interessant sein könnten. Außerdem sind wir auch damit beschäftigt Gelder für unseren Verein aufzutreiben, um unseren Vereinszweck erfüllen zu können ( Spenden u.ä. ). Nun zum Kernproblem. Wie das alles passieren konnte ist ja auch schon klar, ich möchte hier nur nochmals im Namen Aller versichern, daß keine böse oder überhaupt eine Absicht unsererseits bestanden hat, um es soweit kommen zu lassen. So bleibt uns jetzt nur noch die Hoffnung, daß Ihnen unser kleiner Film gefällt. Er ist ohne jegliche finanzielle Mittel entstanden, damals wie heute. Hiermit möchten wir, der Dostoprimeltschatelnosti Enterprises e.V., sie nun offiziell und nachträglich bitten, uns die Rechte an Ihrer Geschichte zuzugestehen. Selbstverständlich laden wir Sie zur nächstbesten Kinovorstellung ein, die es hoffentlich geben wird. Nun noch ein paar Details zur Videokassette: Vor dem Film ist eine kleine kurze regionale Werbung zu sehen, die uns zur Premiere eine kleine Spende eingebracht hat, sie ist leider in einer etwas schlechteren Qualität als der Rest des Filmes. Der erste Teil wurde damals auf 8mm gedreht und von uns auf SVHS-Video überspielt, ansonsten aber nicht verändert. Seine Qualität ist dementsprechend, dafür aber nur 17 min lang. Teil zwei und drei sind von uns und qualitativ besser, weil neuer. Insgesamt erwarten Sie 91 min hoffentlich lustige Unterhaltung. Mit Dank im voraus und freundlichen Grüßen So kommt man also dazu, Urheber eines Filmes zu sein, ohne es zu wissen. Vielleicht haben Sie
Interesse an diesem Video? |