Siegfried Breuer, Berlin

schreibt im Fanzine-Kurier:

 

http://www.geocities.com/Paris/3751/fk76.html

Frank Petermann überraschte in Dresden mit der Lesung einer ungewöhnlichen Fantasy-Märchengeschichte, "Im alten Gärtnerhaus". Auch sein Beitrag zu TERRAsse, "Spaziergang mit Hund", paßt sich nicht in eingefahrene Gleise ein.

Eine psychologisch-hintersinnige Story, die der Idee der Parallelwelten eine neue Sicht abgewinnt und erst im  nachhinein richtig im Leser reift.

 

In Solar-X schreibt Andreas Hirn:

http://braatz.rz.uni-leipzig.de/FKSFL/Veran97.htm

Frank Petermann in Leipzig (19. 2 1997)

dabei gewesen ist Andreas Hirn

Das "Haus des Buches" scheint nun endgültig das neue Domizil des Leipziger Freundeskreises Seience Fiction geworden zu sein. Im Mai fand hier ja schon in etwas unfertiger Umgebung der Elstercon statt. Und es gibt augenscheinlich im Haus einen prallvollen Veranstaltungskalender, was sehr schön ist, denn so finden, wie Thomas Braatz erzählte, (noch) wenige Nichtclubmitglieder den Weg zu den SF-Lesungen. Nur störte manchmal die herübertönende jüdische Musik im Nachbarraum.

Genug der Vorrede. Im Februar war der "Ehrengast" der aus der Nähe von Leipzig stammende Frank Petermann, Jahrgang 1947, der heute als Lehrer für Mathematik und Wirtschaft als Schulleiter einer Mittelschule in Radebeul tätig ist. Er hatte am 19. Februar keinen Geburtstag, so dass Manfred ihm nicht zum 50. gratulieren musste.

Manfred leitete aber sonst die Runde in bewährter Manier und hatte sich einige gute Fragen ausgedacht, die Frank Petermann auch bereitwillig beantwortete.

Die meisten von euch kennen bestimmt Erzählungen von ihm wie "...und auf dem dritten Kreis ein Menschenpaar" in "Begegnung im Licht", "Der unsterbliche Mr. Cooper" in der Heftreihe "Das neue Abenteuer" (mit dem Ende von Helmut Fickelscherer), "Bordtagebuch" - im "Lichtjahr 3"), "Die Vegetarier der grasigen Ebene" in "Aus dem Tagebuch einer Ameise". Und dann gibt es ja noch die verfilmte Kurzgeschichte "Das geheimnisvolle grüne Kästchen" (Thomas berichtete), die Frank Petermann nach eigener Aussage nur schlecht findet. Übrigens wusste er noch gar nichts vom Klau seiner Story, reagierte jedoch sehr amüsiert.

Frank Petermann ist nie ein Autor gewesen - auch aus Zeit- und Ruhemangel -, der viel geschrieben hat, so dass auch deswegen so gut wie alles von ihm auch veröffentlicht wurde. Sein momentanes Pensum beträgt zwischen 50 und 60 Seiten im Jahr. Die Geschichten sind fast immer gekonnt erzählt und gefallen durch außergewöhnliche Ideen. Die Intention zum Schreiben ist bei ihm eine sehr saubere und wünschenswerte, nicht zur bloßen Unterhaltung des Lesers soll die Erzählung dienen, sondern ihn auch mit gegenwärtigen Problemen konfrontieren, die nachdenkenswert sind.

So ist auch sein neuestes Projekt kein reines Fantasy-Märchen, sondern eine ambivalente Geschichte um Gut und Böse, bei der jeder seine eigene Wirklichkeit entdecken muss und nicht vorgegaukelte Bilder als Realität annehmen soll. Die längere Erzählung ist als Kinderbuch konzipiert und soll "Im alten Gärtnerhaus" heißen. Frank Petermann las das erste Drittel vor.

Darin geht es um den Jungen Michael, der beim Spielen in einem alten, nicht ganz geheuren Gärtnerhaus in die sommerliche Welt der Gartenfee Margaritta gerät, für die er das ewige Feuer löschen soll, was Michael auch gern tun möchte. Wer kann schließlich einer wunderschönen guten Fee widerstehen? Da gibt es allerdings noch den Windgeist Jaros und den Zwerg Rasenflitz, die Michael eindringlich vor der Hexe Margaritta warnen.

Mehr will ich gar nicht nacherzählen. Es geht abenteuerlich zu im Beginn dieser vielversprechenden Geschichte, die sicherlich nicht nur für Kinder interessant ist. Wer sie gern lesen möchte und über einen Intemetanschluß verfügt, kann sie auf der Hornepage der Familie Petermann unter http://home.zugang.net/petermann  finden. Hier gibt es auch noch mehr unveröffentlichte Texte.

Ich freue mich schon auf das nächste "Mal wieder in Leipzig", spätestens im April, wenn Thomas Ziegler kommen soll.

 

Und im Fanzine-Kurier ist weiterhin von Armin Möhle,  Wallenhorst, zu lesen:

http://www.geocities.com/Paris/3751/fk85.html#zine1

Frank Petermann und Stok stellen in ihren Kurzgeschichten "Spaziergang mit dem Hund" und "Gefangen" die
Realitäten ihrer Protagonisten in Frage. Ersterer in der Gegenwart und ohne technische Hilfsmittel, letzterer in der
Zukunft und mit diversen Maschinen, die jedoch versagen.